Saison & ZahlenMeldung
Gastgewerbe verliert real 5,1 Prozent Umsatz im ersten Quartal, Kosten seit 2022 um bis zu 35 Prozent gestiegen
Das Gastgewerbe hat nach Angaben des DEHOGA Bundesverbands im ersten Quartal 2026 real 5,1 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, nominal waren es 2,1 Prozent mehr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 fehlen real 19,7 Prozent. Die Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal sind seit Anfang 2022 um bis zu 35 Prozent gestiegen, trotz des seit 1. Januar 2026 geltenden ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen.
Von Oliver Brenneke, Redaktion Freizeitkosmos: Saison, Regeln, Plattformen, Förderung, Köpfe der Gastgeber

Der Jahresauftakt im Gastgewerbe war schwach, und der Verband sieht keine Wende. Nach der Auswertung des DEHOGA Bundesverbands vom 26. Mai 2026 lag der Umsatz von Hotellerie und Gastronomie im ersten Quartal real 5,1 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum; nominal, also ohne Herausrechnung der Preissteigerungen, ergab sich ein Plus von 2,1 Prozent. Der Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2019 fällt deutlicher aus: real minus 19,7 Prozent bei nominal plus 12,7 Prozent.
Als Ursache nennt der Verband die Mischung aus steigenden Kosten und zurückhaltenden Gästen. Energie, Lebensmittel und vor allem Personal seien seit Anfang 2022 um bis zu 35 Prozent teurer geworden. Der seit 1. Januar 2026 geltende Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen in der Gastronomie gilt dem DEHOGA als wichtiger Baustein, der die Lage stabilisiert, aber nicht dreht. Der Verband fordert die Umsetzung der Reformversprechen aus dem Koalitionsvertrag, weniger Bürokratie, flexiblere Arbeitszeiten im Rahmen der EU-Richtlinie und mehr Netto vom Brutto; die geplante Beitragserhöhung für Minijobs in der Gesundheitsreform lehnt er ab.
Die Quartalszahlen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamts, der ausführliche Zahlenspiegel steht Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.
Was das für Gastgeber heißt
Nominal plus, real minus heißt: Die Kasse zeigt mehr Umsatz, aber weniger Gäste und Gedecke. Wer seine Preise 2026 erhöht hat, sollte deshalb nicht den Umsatz, sondern die Zahl der Buchungen und die Stornoquote als Frühindikator lesen. Die 7 Prozent auf Speisen sind beschlossen und bleiben; der Streit um Minijobs und Arbeitszeit ist offen. Der Zahlenspiegel des Verbands liefert die Vergleichswerte je Betriebsart, mit denen sich das eigene Haus einordnen lässt.
Quellen
- DEHOGA Bundesverband: Umsatzzahlen erstes Quartal 2026: Keine Trendwende für das Gastgewerbe in Sicht, 26. Mai 2026 (26. Mai 2026)dehoga.de/presse-kommunikation/artikel-meldungen/umsatzzahleTier 2
- DEHOGA Bundesverband: Zahlenspiegel I/2026dehoga-bundesverband.de/Tier 2
Laut Freizeitkosmos
„Das Gastgewerbe hat nach Angaben des DEHOGA Bundesverbands im ersten Quartal 2026 real 5,1 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, nominal waren es 2,1 Prozent mehr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 fehlen real 19,7 Prozent. Die Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal sind seit Anfang 2022 um bis zu 35 Prozent gestiegen, trotz des seit 1. Januar 2026 geltenden ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen.“
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