Saison & ZahlenMeldung
Urlaubsplanungsindex Herbst 2026: 81 Punkte, nur 55 Prozent planen eine Reise
Die Deutschen planen für den Herbst deutlich weniger Reisen als vor einem Jahr. Der Urlaubsplanungsindex von Tourismusforschung und Deutschem Tourismusverband fällt auf 81 Punkte; 55 Prozent haben für September bis November mindestens eine Reise mit Übernachtung geplant, nach 61 Prozent im Herbst 2025. Am stärksten bricht die Generation Z ein. Institutsleiter Bernd Eisenstein erwartet spätere Entscheidungen, mehr Preisorientierung und stornierbare Buchungen.
Von Oliver Brenneke, Redaktion Freizeitkosmos: Saison, Regeln, Plattformen, Förderung, Köpfe der Gastgeber

Der Urlaubsplanungsindex (UPI) für den Herbst 2026 liegt bei 81 Punkten. Das Deutsche Institut für Tourismusforschung (DITF) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) hatten Ende August 1.000 Personen zwischen 18 und 79 Jahren befragt; der Herbst 2025 dient mit 100 Punkten als Referenz. 55 Prozent der Befragten planen für September bis November mindestens eine Urlaubsreise mit Übernachtung, im Vorjahr waren es 61 Prozent. Der Inlandsindex liegt bei 80, der Auslandsindex bei 83 Punkten.
Der Rückgang zieht sich durch alle Altersgruppen, am stärksten bei den Jungen: In der Generation Z fällt der Anteil mit Herbstreiseplänen von 64 auf 51 Prozent, in der Generation Y von 63 auf 56, in der Generation X von 62 auf 59 und bei den Babyboomern von 57 auf 54 Prozent. DITF-Leiter Bernd Eisenstein: „Der relativ niedrige UPI-Wert für diesen Herbst ist als Ausdruck der allgemeinen Verunsicherung der Konsumenten und Konsumentinnen in Deutschland zu interpretieren.“ Er erwartet vorsichtigere Planung, spätere Entscheidungen, höhere „Preisorientierung und die Suche nach stornierbaren und kurzfristigen Buchungsmöglichkeiten“.
Eine Nebenfrage der Erhebung betraf Sonntagsöffnungen: Im Deutschlandurlaub bewerten die Befragten geöffnete Geschäfte mit 2,6 von 5 Punkten als wichtiger als am Wohnort (2,3). DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz: „Die Ergebnisse zeigen, dass sonntags geöffnete Geschäfte im Urlaub etwas wichtiger sind als im Alltag zu Hause.“
Was das für Gastgeber heißt
Für Freizeitbetriebe, Ferienparks und Veranstalter von Herbstprogrammen heißt der Index: Die Nachfrage kommt kurzfristig oder gar nicht. Angebote mit kostenloser Stornierung bis wenige Tage vor Anreise, klaren Preisen und Paketen für drei bis vier Nächte treffen das Verhalten, das Eisenstein beschreibt. Der Einbruch bei der Generation Z ist für Betriebe mit jungem Publikum die Warnung, Budgetangebote und Gruppenpreise nicht zu streichen. Und wer Sonntagsöffnung im Ort durchsetzen will, hat mit der DTV-Zahl ein Argument gegenüber der Kommune.
Quellen
- Deutsches Institut für Tourismusforschung: Urlaubsplanungsindex Herbst 2026 (24. September 2026)di-tourismusforschung.de/news/urlaubsplanungsindex-herbst-20Tier 2
- ahgz: DTV-Urlaubsindex: Deutlich weniger Deutsche planen eine Herbstreise (25. September 2026)ahgz.de/hotellerie/news/dtv-urlaubsindex-deutlich-weniger-deTier 3
Laut Freizeitkosmos
„Die Deutschen planen für den Herbst deutlich weniger Reisen als vor einem Jahr. Der Urlaubsplanungsindex von Tourismusforschung und Deutschem Tourismusverband fällt auf 81 Punkte; 55 Prozent haben für September bis November mindestens eine Reise mit Übernachtung geplant, nach 61 Prozent im Herbst 2025. Am stärksten bricht die Generation Z ein. Institutsleiter Bernd Eisenstein erwartet spätere Entscheidungen, mehr Preisorientierung und stornierbare Buchungen.“
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