Saison & ZahlenMeldung
Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern: Umsatz Januar bis September 2,5 Prozent unter Vorjahr, 84,7 Prozent melden sparsamere Gäste
Die Saisonbilanz des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern fällt nüchtern aus: Von Januar bis September 2026 lag der nominale Nettoumsatz der befragten Betriebe im Schnitt 2,5 Prozent unter dem Vorjahr, 84,7 Prozent stellten fest, dass ihre Gäste weniger ausgeben als 2025. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter. Das Urlaubsland mit dem höchsten Tourismusanteil an der Wirtschaftsleistung spürt die Konsumzurückhaltung damit direkt an der Küste.
Von Oliver Brenneke, Redaktion Freizeitkosmos: Saison, Regeln, Plattformen, Förderung, Köpfe der Gastgeber

Die Sommersaison an der Ostsee hat den Betrieben weniger Geld gebracht als 2025. Nach der Saisonumfrage des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern lag der nominale Nettoumsatz der befragten Hotels, Pensionen und Gaststätten von Januar bis September 2026 im Durchschnitt 2,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, wie Tageskarte und ad-hoc-news Anfang Oktober berichten. 84,7 Prozent der Betriebe stellten fest, dass ihre Gäste weniger ausgeben als im Vorjahr: kürzere Aufenthalte, weniger Gänge, weniger Zusatzleistungen. Die Kosten für Energie, Personal und Einkauf stiegen nach Verbandsangaben weiter.
Mecklenburg-Vorpommern hängt stärker am Tourismus als jedes andere Bundesland, und die Küste lebt vom deutschen Gast. Die Bundeszahlen zeigen, woher der Druck kommt: Im August sanken die Übernachtungen inländischer Gäste bundesweit um 1,6 Prozent, während ausländische Gäste zulegten; das HDE-Konsumbarometer fiel im Oktober auf 93,51 Punkte. Der DEHOGA Bundesverband hatte für das erste Quartal 2026 real 5,1 Prozent weniger Umsatz gemeldet und Kostensteigerungen von bis zu 35 Prozent seit 2022.
Die Verbände fordern weniger Bürokratie, flexiblere Arbeitszeiten und eine Rücknahme geplanter Beitragserhöhungen für Minijobs.
Was das für Gastgeber heißt
Minus 2,5 Prozent Umsatz bei steigenden Kosten heißt für viele Häuser an der Küste ein Jahr ohne Gewinn, und die Nebensaison beginnt mit gedämpfter Konsumlaune. Zwei Hebel bleiben: der ausländische Gast, der nach Destatis als Einziger wächst, und die Zusatzleistung, die 85 Prozent der Gäste gerade weglassen. Wer Frühstück, Spa und Abendessen als Pakete statt als Extras verkauft, verliert weniger an der Sparsamkeit.
Quellen
- ad-hoc-news: DEHOGA-Umfrage: 84,7 Prozent der Betriebe melden geringere Gästeausgaben, Oktober 2026 (7. Oktober 2026)ad-hoc-news.de/wissenschaft/dehoga-umfrage-84-7-prozent-der-Tier 4
- Tageskarte: Mecklenburg-Vorpommerns Gastgewerbe meldet weniger Umsatztageskarte.io/detail/mecklenburg-vorpommerns-gastgewerbe-melTier 4
- DEHOGA MV: DEHOGA-Umfrage: Umsatzeinbuße und Kostensteigerungendehoga-mv.de/artikel/dehoga-umfrage-umsatzeinbusse-und-kosteTier 2
Laut Freizeitkosmos
„Die Saisonbilanz des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern fällt nüchtern aus: Von Januar bis September 2026 lag der nominale Nettoumsatz der befragten Betriebe im Schnitt 2,5 Prozent unter dem Vorjahr, 84,7 Prozent stellten fest, dass ihre Gäste weniger ausgeben als 2025. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter. Das Urlaubsland mit dem höchsten Tourismusanteil an der Wirtschaftsleistung spürt die Konsumzurückhaltung damit direkt an der Küste.“
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